China Centrum Tübingen (CCT)

Kompetenzzentrum für Deutschland

Das China Centrum Tübingen (CCT) ist eine zentrale Einrichtung der Universität Tübingen und versteht sich als Teil der auf Nachhaltigkeit gerichteten Internationalisierungsstrategie der Universität.

Beschleunigte Transformationsprozesse weltweit erfordern eine intensivere wechselseitige interkulturelle Wahrnehmung und damit vertieftes Wissen voneinander. Auf der Basis gemeinsamen Wissens ist es möglich Vertrauen zu stiften. Dies gilt insbesondere für China, das auf den Gebieten Wissenschaft und Technik derzeit einen erheblichen Bedeutungszuwachs erfährt. Entsprechend sieht sich das CCT als Brückeneinrichtung zur Verknüpfung von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit drei zentralen Handlungsfeldern:

1. China-Kompetenz

Im Handlungsfeld „China-Kompetenz“ organisiert das CCT innerhalb der Universität Tübingen den Dialog mit China sowie über auf China bezogene Themen. Dabei sollen nicht nur interkulturelle Kompetenz in Form von Wissen über den chinesischen Kulturkreis, sondern auch die Entwicklung wechselseitigen Verständnisses unter Berücksichtigung unterschiedlicher Werthorizonte gefördert werden. Solche Fernkompetenz ist dabei nicht nur eine Fähigkeit, sondern eine Denkweise und zugleich eine Haltung, die dabei helfen können, den Austausch zu stärken, Konflikte zu vermeiden und Kooperationen auszubauen.

2. Wirtschaftskultur

Im Handlungsfeld „Wirtschaftskultur“ wird die wissenschaftsgeleitete und praxisfundierte Auseinandersetzung mit der chinesischen Wirtschaftskultur gefördert, mit dem Ziel wechselseitiges Wissen und gegenseitige kulturelle Wertschätzung zu stärken. Dabei gilt es, die kulturellen Unterschiede aufzuzeigen und die festgestellten Differenzen produktiv nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen die in China vorherrschenden spezifischen Wertvorstellungen, die unternehmerischem Handeln zugrunde liegen, insbesondere Vertrauen. Neben der wissenschaftlichen Erforschung dieser Thematik sollen auch Impulse von außerwissenschaftlichen Akteuren, wie z.B. aus der Wirtschaft, aufgenommen, verarbeitet und als Denk- und Diskussionsanstöße wieder in die Wirtschaft und in die Zivilgesellschaft hinein zurückgegeben werden.

3. China im Schulunterricht

Das Handlungsfeld „China im Schulunterricht“ trägt der zunehmenden Bedeutung des Chinesischen als globaler Wirtschafts- und Wissenschaftssprache Rechnung. Hierfür ist die Etablierung und langfristige Verankerung des Chinesischen als Schulfach erforderlich. Dies wiederum bedarf des Auf- und Ausbaus einer grundständigen Lehrerausbildung im Fach Chinesisch. Die Aktivitäten zur Beförderung dieser Ziele, einschließlich der frühen Vermittlung wissenschaftlich-didaktisch fundierter China-Kompetenz für Schüler und Lehrer an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, werden an dem im CCT angesiedelten Erich-Paulun-Institut gebündelt, koordiniert und umgesetzt.

Aktuelles

[27.06.2019] Daoistische Werte in Führung und Management

Dr. Alicia Henning wird im Rahmen unserer China Business Culture Reihe einen Vortrag über den Wandel von Unternehmensstruktur und Arbeitsorganisation aus östlicher Perspektive mit daoistischen Werten.


[25.06.2019] Anteil fremder Kulturen am Aufbau des neuen China

Li Xuetao, Professor an der Pekinger Fremdsprachenuniversität (BFSU), hält einem Vortrag über Einflüsse durch den Austausch mit dem Ausland und der Außenpolitik auf die kutlurellen Beziehungen zum Fremden und die historische Denkweise der heutigen Chinesen.

Mehr Informationen bekommen Sie hier.


Veranstaltungsreihe: China Business Culture

Die Wirtschaftskultur im China der Gegenwart wird nicht nur durch die globalen Rahmenbedingungen einerseits und die politischen Vorgaben und Ziele der Kommunistischen Partei andererseits geprägt, sondern in hohem Maße auch durch die kulturellen Tiefenstrukturen und die Erfahrungen der frühen Industrialisierung Chinas.

Ziel dieser Reihe ist es, die unterschiedlichen Dimensionen der Wirtschaftskultur im heutigen China besser zu verstehen. Es werden die philosophischen und politischökonomischen Strömungen in der Geistesgeschichte die das Management in China beeinflussen ebenso in den Blick genommen wie Erkenntnisse aus der unternehmerischen Praxis.


China: Gestern – Heute – Morgen. Die Dynamik einer Weltveränderung.

Im Rahmen des Studium Generale organisiert das ChinaForum Tübingen (CFT), ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt des CCT, im Sommersemester 2019 eine Ringvorlesung zur Entwicklung Chinas. Es werden sowohl renommierte Chinawissenschaftler, als auch  Persönlichkeiten aus der Wirtschaft sprechen. Beginn der Ringvorlesung ist der 23. April 2019 mit einem Vortrag vom Direktor des CCT, Prof. Helwig Schmidt-Glintzer.

Die Vorlesungen finden jeweils Dienstag um 18 Uhr c. t. im Kupferbau, Hörsaal 22 statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.